Andre Ethier – Under Grape Leaves (2017)

Indie Folk / Bedroom Pop / Ambient

Ich kann es immer noch sehen, es ist wirklich als würde ich es gerade jetzt zum ersten Mal sehen. Dort in einem großzügigen, sommerlich warmen Speisesaal sitzt er, mit dem Rücken zum Meer, in dem Rochen und vielleicht Haie schwammen. Ich saß ihm gegenüber, am gleichen Tisch, und doch scheint es als würde er mich durch die Tür beobachten, durch die schon alle anderen gegangen sind, sodass nur noch wir beide übrig blieben, die wir als letztes angekommen und zum Mittagessen erschienen waren. Das ganze Wochenende lag vor uns, Paracas war nicht weit weg. Wir könnten am Montagmorgen zurück in die Stadt fahren und immer noch pünktlich an der Schule ankommen. Meine Mutter hatte keine Zeit, deswegen nahm er mich mit. Er nahm mich immer auf seine Reisen mit, wenn sie ihn nicht begleiten konnte. Seine Firma bezahlte ihm meistens die Übernachtungen in schicken Hotels. Ich glaube er mochte die Reisen mit mir, aber für mich waren sie das Größte, denn ich hatte Paracas und die ganzen anderen Orte noch nie zuvor besucht.

Nebenan im Plattenregal:
Andre Ethier – Croak In The Weeds (2019)
Aoife Nessa Frances – Land Of No Junction (2019)
Cate Le Bon – Reward (2019)

Andre Ethier – Croak In The Weeds (2019)

Indie Folk / Bedroom Pop / Ambient

Es war schon September, das Geld ging so langsam zur Neige und die Brandung wurde jeden Tag ein wenig lauter. Die Nächte waren schon lange nicht mehr so warm wie im Hochsommer, viele Urlauber hatten ihre Zelte in den letzten Tagen abgebaut, ihre Autos beladen und die Heimreise angetreten. Geblieben waren die Surfer, die Kiffer, die Misfits und alle, die zuhause sowieso nichts zu tun hatten. Die Mädchen waren schon abgehauen, sie hatten es mit uns Chaoten nicht mehr ausgehalten und konnten zwei Sitzplätze im VW-Bus einer jungen Familie ergattern. Ich lag die meiste Zeit in meinem Pulli am vernebelten Strand und las Platon, Zeile für Zeile und jedes Kapitel mindestens drei Mal. Eines Tages ging ich morgens am Deich entlang spazieren, dort wo kein Sand mehr war und dichtes Schilf die nahe Flussmündung ankündigte. Ein kalter Wind blies vom Meer herüber, im Westen formierte sich eine Front aus dunklen Wolken. Als ich wieder am Zeltplatz ankam, fielen unzählige kleine Regentropfen auf die Planen, ein leises Knistern lag in der kühlen Luft. Rüdiger trat ohne Hose aus seinem Zelt und zündete sich einen großen Joint an. Er blinzelte nach Südosten, wo normalerweise die Sonne um diese Uhrzeit gestanden hätte. Dann nahm er einen tiefen Zug und sagte zu mir, während er den Rauch ausatmete: Der Sommer ist vorbei, heute fahren wir.

Nebenan im Plattenregal:
Gabriel Birnbaum – Nightwater (2020)
Aoife Nessa Frances – Land Of No Junction (2019)
Andre Ethier – Under Grape Leaves (2017)

Twain – Adventure (2019)

Cosmic American Music / Indie Folk

Er war monatelang auf Tour in Europa und hatte sich unterwegs beim Schwimmen im Atlantik den Fuß gebrochen. Am Himmelfahrtstag spielte er nachmittags eine Show im Freien, ungefähr 50 Meilen entfernt. Mein Freund fuhr mit seinem alten Mercedes hin und holte ihn ab, gegen sechs Uhr Abends trafen die beiden in der Scheune ein. Mit seiner improvisierten Krücke gab er zunächst ein mitleidserregendes Bild ab, doch als er mit seiner Gitarre auf dem Barhocker saß, wirkte er plötzlich sehr lebendig. Wir tranken Rotwein aus großen Gläsern und als er anfing zu spielen, waren alle geschockt von der Schönheit seiner Musik, dem elektrisierenden Klang der Saiten und dem Feuer in seiner Stimme. Später zogen wir weiter und setzten uns auf meinen Balkon, es war noch sehr warm. Ich ging rein und legte Astral Weeks auf, während er das geprägte Leder auf meinem antiken Klavierhocker bewunderte. Morgens lief ich zu einem Bauernhof und kaufte frische Erdbeeren. Als er ausgeschlafen hatte frühstückten wir in der Sonne. Danach nahm er ein Bad und sang dabei laut ein paar Songs von Creedence Clearwater Revival.

Nebenan im Plattenregal:
Simon Joyner – Pocket Moon (2019)
Twain – Rare Feeling (2017)
Twain – Life Labors in the Choir (2014)

Wilco – Ode To Joy (2019)

Indie Rock / Folk Rock / Americana

Die Entzugsklinik war in einem der ärmeren Vororte von Chicago, die Gebäude waren aus rotem Backstein. Alle Wände und Kleider waren weiß, die Bäume und Wiesen leuchtend grün. Jeff hatte nach einem Monat Aufenthalt im geschlossenen Teil das Schlimmste überstanden und durfte in einen Übergangsbereich ziehen, wo die Überwachung etwas lockerer war. Ein Besucher brachte ihm eine Gitarre vorbei, aber es waren immer und überall andere Menschen um ihn herum. Am wenigsten war in der Waschküche los, also schlich er sich dort hinein und begann einen alten Song zu spielen. Seine Hände betasteten das Instrument zunächst wie einen fremden Gegenstand, aber nach kurzer Zeit war alles wie früher. Er sang leise vor sich hin und fühlte sich ungestört. Plötzlich bemerkte er den alten Mann, der die ganze Zeit in der Waschküche war. Er lächelte und sagte: „Mein Sohn, du hast wirklich Talent. Dir fehlt nur das Selbstvertrauen, aber du gehörst auf die Bühne.“

Nebenan im Plattenregal:
Cass McCombs – Tip of the Sphere (2019)
BNQT – Volume 1 (2017)
M. Ward – Migration Stories (2020)

Aoife Nessa Frances – Land Of No Junction (2019)

Psychedelic Folk / Indie Folk / Chamber Pop

Sie saß am Fenster und beobachtete, wie der Abend die Allee eroberte. Ihr Kopf berührte die Vorhänge und in ihrer Nase sammelte sich der Geruch von staubiger Baumwolle. Sie war müde und verträumt, denn nur wenige Menschen zogen an ihrem Haus vorbei. Der Mann aus dem Haus am Ende der Straße kam, zuerst hörte sie seine Schritte auf den Pflastersteinen, dann das Knirschen auf dem Schotter in der Einfahrt zu seinem Haus. Dort war früher eine Brache, auf der sie früher jeden Abend mit den Nachbarskindern spielte. Ende der Sechziger wurde das Grundstück verkauft und reiche Leute bauten Häuser darauf, nicht klein und braun wie ihres, sondern groß und aus rotem Backstein mit glänzenden Dächern. Sie sah sich in ihrem Zimmer um und ließ ihren Blick schweifen über die ganzen Erinnerungsstücke, die sie jede Woche abstaubte und sich dabei wunderte, wo der ganze Staub denn herkam.

Nebenan im Plattenregal:
Mega Bog – Dolphine (2019)
Luke Temple – Both-And (2019)
Weyes Blood – Titanic Rising (2019)

Credit Electric – Credit Electric (2019)

Ein Meer aus verschwimmenden Akkorden: Obwohl die Jungs von Credit Electric in den urbanen Landschaften der Bay Area leben, suchen sie auf ihrem Debüt klanglich eher nach den unendlichen Weiten der Prärie.

Erschienen am 22. November 2019 / Kein Label

Wenn du allergisch auf Country reagierst und dir schon beim ersten cremig verschmierten Ton des Pedal Steels der Champagner hochkommt, bist du bei dieser Platte leider falsch. Hier werden so ziemlich alle verfügbaren Techniken angewandt, um die schwingenden Saiten des Rhythmusinstruments Gitarre und anderer Zupfinstrumente wie die Farben eines Aquarells verschwimmen zu lassen. Und wenn die theatralische Performance von Sänger Ryan LoPilato einsetzt, hast du gleich die nächste Hürde vor dir. Dieser Typ verlangt seinem Organ mit zweihundert Prozent Pathos Kapriolen ab, die sich andere nie trauen würden.

Ein kleiner Vorgeschmack auf Youtube:

Du siehst ihn vor dir, wie er sich mit geschlossenen an seine Gitarre klammert und seinen Kopf bei höheren Tönen mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Mikrofon wegbewegt. Denn Gesang ist oft eine krasse Willensleistung und dementsprechend viel Herzblut fließt durch die Stimmbänder, was nicht jedermanns Sache ist. Doch wenn du jetzt noch dabei bist, hast du vielleicht wie ich schon eine der spannendsten Entdeckungen des Jahres gemacht. Die Musik von Credit Electric transzendiert ihre vermeintlichen stilistischen Limitationen und schwebt in einer anderen Sphäre als die Elemente, aus denen sie zu bestehen scheint. Das Zusammenspiel ist magisch, die Songs sind entschlossen formuliert und in der Gesamtatmosphäre kannst du dich für eine halbe Stunde einfach mal komplett verlieren. Und wenn der letzte Akkord verklungen ist wachst du plötzlich irgendwo in der grauen Realität auf und es besteht die reale Gefahr, dass du den ganzen Tag nichts anderes mehr hören willst.

Das ganze Album bei Bandcamp:

Nebenan im Plattenregal:
Cordovas – That Santa Fe Channel (2018)
Gabriel Birnbaum – Not Alone (2019)
Itasca – Spring (2019)

 

Office Culture – A Life of Crime (2019)

Amerikanischer Impressionismus als musikalisches Hörbuch: Office Culture entführen dich in eine Welt aus verblassten Erinnerungen, die harmonisch umeinander kreisen wie ein feingliedriges Mobile in einer lichtdurchfluteten Galerie.

Whatever’s Clever / 1. November 2019

Wenn du dieses Album hörst, fühlst du dich wie in einer alten Kneipe in der Nähe einer ehemaligen Wohnung: Die Leute an der Bar grüßen dich freundlich, die Drinks sind immer noch genauso stark wie früher, aber irgendwie ist es auch gruselig und du weißt nicht, ob du selbst der Geist ist oder die seltsam vertrauten Gesichter um dich herum. Beim ersten Mal willst du Winston Cook-Wilson in die Schublade von Donald Fagen, Warren Zevon und Tom Waits stecken. Typen, die aus der musikalischen Zeichnung von Szenen aus dem einsamen, verregneten Großstadtleben eine Kunstform gemacht haben. Doch dann kommt der Jazz durch die Hintertür und du entdeckst die Lebendigkeit eines guten Gesprächs in den Melodien, so als würde plötzlich Joni Mitchell mitreden.

Bei genauerer Betrachtung spielt der vermeintlich einsame Mann am Piano nicht einfach nur seinen Stiefel, sondern ist in das Zusammenspiel mit seinen Freunden vertieft: Ian Wayne an der Gitarre, Pat Kelly an den Drums und Charlie Kaplan am Bass. Du merkst sofort, dass die vier mit geschlossenen Augen auf einer Wellenlänge schweben. Die ruhige Intensität drückt dich in den Sitz wie bei Talk Talk, Blue Nile oder den übrigen Geheimtipps aus dem 80er-Fach deines Plattenregals. Die Stunden vergehen wie Minuten, die Sonne geht auf und du bist immer noch wach. Der Geruch von der Party gestern Abend hängt noch im Raum, aber die Luftballons liegen auf dem etwas klebrigen Boden und du öffnest das Fenster.

Nebenan im Plattenregal:
Cate Le Bon – Reward (2019)
The Mattson 2 – Paradise (2019)
Chris Cohen – Chris Cohen (2019)

Whitney – Forever Turned Around (2019)

Entspannt zuhause angekommen: Drei Jahre nach dem turbulenten Karrierestart mit dem gefeierten Debüt-Album richten sich die zwei Jungs aus Chicago in ihrer idyllischen Folk-Nische häuslich ein.

Secretly Canadian / 30. August 2019 / Text: Tobias Breier

Natürlich träumen die meisten Musikschaffenden davon, mit ihrem ersten Album gleich den großen Wurf zu landen. Für Whitney ist dieser Traum in Erfüllung gegangen, ihr Debüt Light Upon a Lake (2016) schlug gleichermaßen bei der Kritik und beim Publikum ein und bescherte den Jungs aus Chicago auf Anhieb eine ausverkaufte Welt-Tournee und den Sprung auf die größeren Bühnen von zahlreichen Festivals. Doch dann wurde es still um die Truppe, das zweite Album wurde erst angeteasert und dann immer wieder verschoben. Natürlich ist es nicht einfach, unter diesen Bedingungen sofort mit einem zweiten Album nachzulegen, zumal die Erwartungen erheblich gestiegen sind. Doch zwischenzeitlich liefen Whitney tatsächlich Gefahr, jedes Momentum zu verlieren und in Vergessenheit zu geraten.

Im August kam dann Forever Turned Around heraus, und die Reaktionen waren zunächst mal wenig euphorisch. Fast wirkte es auf den ersten Blick wie ein Sammelsurium aus Songs, die für das Debüt nicht gut genug waren und nun aufgewärmt wurden. Doch gerade ein direkter Vergleich zeigt: Die musikalische Weiterentwicklung ist gigantisch, während der Charakter und die stilistische Identität erhalten geblieben ist. Whitney lebt im Speziellen davon, dass Julien Ehrlich gleichzeitig als Leadsänger den Ton angibt und am Schlagzeug die rhythmischen Akzente setzt. Dieser subtile, aber grundlegende Vorsprung in Sachen Dynamik liefert die Basis für die harmonische Zuckerwatte, die Gitarrist McMillen Kakacek mit seiner Bande aus Multi-Instrumentalisten anrührt. Pappsüß ist das zwar manchmal, aber niemals kitschig oder gar billig, dafür sind die Songs einfach zu elegant und detailverliebt. Unterm Strich ein adäquates zweites Album, das seinen teilweise übertrieben verehrten Vorgänger qualitativ eindeutig überragt und richtig Lust auf die nächste Tour macht.

https://open.spotify.com/album/2tEnM0jAnGCfNvrhVVVZ3h?si=EPClOu2OQZG_qSBNDVlNMA

Nebenan im Plattenregal:
Mapache – Mapache (2019)
Vetiver – Up on high (2019)
Big Search – Slow Fascination (2019)

Outer Spaces – Gazing Globe (2019)

Alleine unterwegs in fernen Welten: Cara Beth Satalino reitet auf verspielten Gitarrenriffs los und entdeckt im Nirgendwo zwischen Jangle Pop und Post Punk ein bewohnbares Sonnensystem.

Western Vinyl Records / 28. Juni 2019

Nach dem 2016 erschienenen und durchaus vielversprechenden Debüt sah es erst mal nicht so aus, als würden wir irgendwann ein zweites Album von Outer Spaces geschenkt bekommen. Cara Beth Satalino entfernte ihren Partner Chester Gwazda nämlich nicht nur fürs erste aus ihrem Privatleben, sondern auch aus ihrem bis zu diesem Punkt gemeinsam gehegten Bandprojekt. Was für ein Glück für uns, dass sie ihn schließlich als Produzenten und Bassisten wieder zurückholte, um Gazing Globe aufzunehmen.

Die kreativen Entscheidungen und das Songwriting wollte sie jedoch selbst in der Hand behalten, was dem Album eine sehr persönliche Handschrift verleiht. Im Vergleich zum ersten Album fällt sofort ins Auge, dass Satalino sich als Gitarristin freigeschwommen hat und mit ihrem lebendigen Spiel das Bandgefüge dirigiert. Auch wenn die Songs nicht ganz ohne etwas abgedroschene Phrasen auskommen, kommt textlich einiges herüber und die handwerklich exzellenten Arrangements illustrieren die Inhalte mit vielschichtigen und abwechslungsreichen Klangwelten. Ein mehr als solides zweites Album mit einigen brillanten Momenten, die man immer wieder hören muss.

Nebenan im Plattenregal:
Sarah Bethe Nelson – Weird Glow (2019)
Stella Donnelly – Beware Of The Dogs (2019)
Living Hour – Softer Faces (2019)

Mapache – Mapache (2019)

Wie ein Kurztrip ins Kalifornien der frühen Siebziger: Mapache setzen voll auf sanft rollende Gitarren, mehrstimmigen Gesang und stimmungsvolle Westküsten-Nostalgie.

Yep Roc Records / 29. November 2019

Ursprünglich veröffentlichten Clay Finch und Sam Blasucci ihr gemeinsames Debüt-Album schon 2017 beim Kleinstlabel Spiritual Pajamas, das von Santa Cruz aus in unregelmäßigen Abständen verschiedene stilistische Schwerpunkte der kalifornischen Undergroundszene beleuchtet. Nun sind die beiden bei Yep Roc Records angekommen, wo in deutlich höherer Frequenz und größerer thematischer Schärfe gearbeitet wird. Da lag es nahe, die vor zwei Jahren etwas untergegangene Platte noch mal neu herauszubringen. Zumal sich die nostalgische Annäherung an den klassischen Westküstensound in der Zwischenzeit weit über die kalifornischen Landesgrenzen hinaus als Trend etablieren konnte.

Schon der Opener Mountain Song offenbart, dass die Besonderheiten von Mapache im fast telepathischen Zusammenspiel der beiden Skaterfreunde liegen. Es klingt, als würde jemand mit vier Händen auf einer Gitarre mit 12 Saiten spielen und dabei zweistimmig singen, ein mal mit einer jugendlich-androgynen Altstimme und gleichzeitig mit einer tieferen und gut abgehangenen Männerstimme. Ausgehend von dieser Basis deklinieren Mapache jeden Typus von Song durch, den man sich im Autoradio eines rostigen Pick-Ups auf dem Highway 1 vorstellen kann: Die melancholische Countryrock-Ballade à la Neil Young, psychedelisch ausufernde Gitarren-Jams in Anlehnung an Grateful Dead, rasante Nummern im Neo-Bluegrass-Stil von Dillard & Clark und alles dazwischen. Ein unterhaltsames Album mit hohem Nostalgie-Faktor, das seine mangelnde inhaltliche Tiefe mit beeindruckender Spielfreude mehr als wett macht.

Nebenan im Plattenregal:
Cordovas – That Santa Fe Channel (2018)
Jeremy Ivey – The Dream and the Dreamer (2019)
Marla & David Celia – Daydreamers (2018)