Itasca – Spring (2019)

Zuhause im Niemandsland: Kayla Cohen hat sich für ihr zweites Album als Itasca in einem abgelegenen Gebiet nahe der mexikanischen Grenze zurückgezogen und die dort erlebte Zeitvergessenheit in zehn minimalistische Songs gepackt.

Fünfziger: Crosby, Stills & Nash – Crosby, Stills & Nash (1969)

Viele Köche verderben den Brei und konkurrierende Künstler-Egos zerfleischen sich gegenseitig, bevor etwas Produktives entstehen kann: So die Theorie. Den praktischen Gegenbeweis zu diesen Binsenweisheiten legten Crosby, Stills und Nash am 29.5.1969 vor, nachdem jeder für sich jahrelang in erfolgreichen Bands tonangebend war. Musikalisch setzte das gemeinsame Debüt als Folk-Supergroup neue Maßstäbe in Sachen dreistimmigem Gesang, einfühlsamem Zusammenspiel und psychedelisch verschlungenem Songwriting. Vor allem aber begründet diese Platte die goldenen Jahren des amerikanischen Folk-Rocks und des Laurel Canyons vor den Toren von Los Angeles als musikalischen Hotspot der Westküste.

Kali Uchis – Isolation (2018)

Nach ihrer EP „Por Vida“ wurde Kali Uchis schon 2015 als neue Pop-Hoffnung gefeiert. Im April 2018 erschien das Debütalbum „Isolation“ der kolumbianischen US-Amerikanerin, das zwar Assoziationen zu modernem Neo-Soul zulässt, aber viel mehr ist als ein weiteres R&B-Album im 90er-Jahre Nostalgiegewand.

Jess Williamson – Cosmic Wink (2018)

In ihrer Heimat Texas tauchte Jess Williamson musikalisch immer weiter in eine tiefe Melancholie ab. Mit dem Umzug nach LA und ihrem neuen Album überwindet sie nun diese Einbahnstraße und beweist ein besonderes Talent für eine extrem stimmungsvolle Vertonung von gemischten Gefühlen.